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Geld und Reichtum im Horoskop

Vortrag, gehalten auf dem DGVA-Kongress 2007 für vedische Astrologie in Bad Kreuznach.

Es kommt immer wieder vor, dass Klienten Fragen bezüglich ihrer finanziellen Situation und möglichen Gewinnen und Verlusten stellen. Diese Frage ist natürlich verknüpft mit dem Thema des Berufes. Dennoch ist die finanzielle Situation nicht immer oder nicht direkt abhängig von der beruflichen Stellung, und kann daher als eigenständiges Thema im Horoskop analysiert werden. Bei dieser Analyse geht es uns nicht darum, wann jemand ein Lotto-Gewinn macht, sondern um den persönlichen Umgang mit Geld und Finanzen, sowie um die möglichen Quellen von Einkommen, und um die Chancen und Hindernisse beim Streben nach einer materieller Absicherung, die uns in die Lage versetzt ein konfortableres Leben zu führen. In diesem Zusammenhang stellt sich aber auch die Frage, inwieweit ein Horoskop außergewöhnlichen Reichtum oder Armut zeigt.

 

Hauptsignifikatoren für Geld, Einkommen und Besitz im Horoskop

Folgende Faktoren des Horoskops geben Aufschluss über die finanziellen Möglichkeiten des Geborenen.

  • alle vier fixen Häuser haben einen Bezug zu Finanzen. Besonders wichtig für Unterhalt und materiellen Gewinn sind dabei Haus 2 und Haus 11.
  • Jupiter ist der wichtigste natürliche Signifikator für Reichtum.
  • der Glückspunkt (indisch: Punya Saham) gibt zusätzlich Auskunft über das Schicksal des Geborenen, speziell in materiellen Angelegenheiten. Dieser Faktor wird speziell in der westlichen klassischen Astrologie berücksichtigt.

 

Im Detail ergeben sich folgende Schritte bei der Intepretation:

  1. Das erste Haus und sein Herrscher bilden auch hier einen Ausgangspunkt. Wenn der Herrscher des ersten Hauses stark und unverletzt ist und in Eckhäusern, Trigonalhäusern oder im elften Haus steht, ist dies ein Zeichen dafür, dass der Geborene allgemein im Leben gut versorgt ist. Auch der Aspekt vom Asz.-Herrscher oder von WT, insbesondere Jupiter und Merkur, auf das erste Haus, schützen vor Armut.
  2. Entsprechendes gilt auch für den Mond, da er ein natürlicher Signifikator für Versorgung und für die Annehmlichkeiten des Lebens ist, sowie allgemein für den Umgang mit Geben und Nehmen. Insbesondere wenn wir Geld als Austauschmittel und Energiefluss begreifen, kann die Stellung des Mondes sehr wichtig sein. Wir werden auch sehen, dass wichtige Yogas im Zusammenhang mit Reichtum oder Verlust mit dem Mond gebildet werden. Ein starker Mond – per Zeichen, Haus oder Abstand zur Sonne – bildet eine gute Grundlage für Wohlstand.
  3. Das zweite Haus und sein Herrscher gibt Auskunft über den Besitz des Geborenen, über seinen Umgang mit Geld und über die für den Lebensunterhalt notwendigen materiellen Ressourcen. Unverletzte Wohltäter in diesem Haus zeigen in der Regel an, dass der Geborne gut versorgt ist, keine Geldsorgen hat und sich sein Besitz vermehrt. Die Verbindung von Wohltätern mit dem Herrscher von 2 zeigt auch ein Bestreben an, das eigene Geld für gute Taten auszugeben. Saturn in 2 kann einen Mangel anzeigen (es sei denn es ist ein akzidenteller Wohltäter und ist gut gestellt), während Sonne und vor allem Mars zu riskanten Ausgaben führen können.
  4. Der Herrscher von Haus 2 zeigt je nach seiner Hausstellung den Lebensbereich an, in dem die materielle Sicherung vonstatten geht. Dieser Bereich zeigt einerseits mögliche Erwerbsquellen an, andererseits kann es auch zeigen, wohin eigener Besitz fließt bzw. investiert wird. Vor allem die Position in den Dusthana-Häusern 6, 8, oder12 kann auf Krisen und Anstrengungen im Gelderwerb oder auf mögliche Verluste hinweisen. Die Position des Herrschers von 2 in 1 gibt in der Regel an, dass der Geborene ohne viel Anstrengung zu Geld kommt.
  5. Das elfte Haus zeigt Profite und Gewinne an, sowie Spenden, die jemand erhält. Es ist besonders wichtig, wenn es um das Geld geht, das wir durch eigene oder gemeinschaftliche Projekte und Unternehmen gewinnen oder zu gewinnen trachten. Manche Autoren zählen schlichtweg das Einkommen dazu, das durch die Ausübung des Berufs verdient wird. Dies prinzipiell richtig, v.a. wenn es sich um eine selbständige Tätigkeit bzw. um Profit handelt. Ansonsten ist das Einkommen eher ein Thema des zweiten Hauses. Eine wichtige Regel ist, dass Übeltäter in Haus elf (Upachaya-Haus) sehr günstig sein können für den materiellen Erfolg - es sei denn sie sind geschwächt. Das gilt auch für die Mondknoten, insbesondere für Rahu.
  6. Die Position des Herrschers von Haus 11 zeigt die Herkunft von solchen Gewinnen an. Auch Planeten, mit denen der Herrscher assoziiert ist, kann hierauf Hinweise geben.
  7. Die Aspekte auf Haus 2, Haus 11 und deren Herrschern geben Auskunft über Hilfen oder etwaige Hindernisse für den Lebensunterhalt oder bei der Erlangung finanzieller Gewinne. Je nachdem um welche Signifikatoren es sich handelt und welche Häuser sie beherrschen, ist einzuschätzen, woher die Hilfen oder Konflikte kommen.
  8. Jupiter ist wie gesagt der natürliche Signifikator für Reichtum und finanziellen Erfolg. Ein kosmisch gut gestellter Jupiter ist demnach eine wichtige Hilfe für die Erhaltung und Vermehrung des eigenen Besitzes, insbesondere dann, wenn er die übrigen Signifikatoren für Finanzen günstig beeinflusst.
  9. Der Glückspunkt und sein Herrscher sind ebenfalls wichtige Indikatoren für das Ausmaß persönlichen Glücks. Um ein zufriedenes und glückliches Leben zu führen ist ein gewisser Mindestwohlstand eine wichtige Voraussetzung. Je nachdem wie der Glückspünkt und sein Herrscher aspektiert werden, ist der allgemeine Wohlstand des Geborenen zu beurteilen. Dazu unten mehr.

 

Ergänzende Faktoren

Allgemein ist davon auszugehen, dass die günstige Stellung der genannten Hauptsignifikatoren ein Leben in Wohlstand und ohne große finanziellen Sorgen verspricht. Die Deutung dieser Elemente bildet die Basis für die Beurteilung der finanziellen Situation und Stärke des Geborenen. Unten werde ich eine detaillierte Auflistung der Yogas bringen, welche für die Beurteilung der Finanzen aus dem Horoskop relevant sind. Dabei werden wir sehen, dass diese Hauptignifikatoren die zentrale Rolle spielen.

Diese Interpretation muss ergänzt werden durch weitere Faktoren im Horoskop, die im Zusammenhang mit Geld und Besitz wichtig sein können. Dabei ist im Auge zu behalten, dass die folgenden Punkte den oben angeführten untergeordnet sind.

  • Die Häuser vom Mond aus ergänzen die Deutung aus der Radix. Dies ist besonders aufschlussreich wenn es um Versorgung und Wohlstand geht, da der Mond mit diesen Angelegenheiten zu tun hat. Daher sollten zumindest Haus 1, 2 und 11 vom Mond aus in die Betrachtung einbezogen werden.
  • Bei der Deutung des Herrschers von Haus 2 ist die Position seines Dispositors nicht zu vergessen. Er gibt wertvolle Hinweise auf die Entwicklung der finanziellen Situation.
  • Das neunte Haus spielt eine wichtige Rolle als Signifikator für glückliche Chancen im Leben, welche die eigene Selbstentfaltung unterstützen. Daher sind Verbindungen der Hauptsignifikatoren mit dem neunten Haus oder seinem Herrscher eine große Hilfe.
  • Das vierte Haus steht unter anderem für Grundbesitz und Immobilien, sowie für das häusliche Glück. Daher kann er zu einem bedeutenden Faktor werden bei der Frage um Geld, vor allem wenn Grundbesitz im Spiel ist. Ein weiteres Thema, das durch das vierte Haus angezeigt ist, ist das familiäre Erbe.
  • Das fünfte Haus ist unter den fixen Häusern weniger bedeutsam für Geld als das zweite und elfte. Dennoch müssen wir es in Betracht ziehen, einmal weil es sich um ein positives, stabilisierendes Haus handelt, dessen Verbindung zu den Hauptsignifikatoren prinzipiell günstig ist, und zum anderen als spezifischer Signifikator für Gewinne aus Spekulationen.
  • Das achte Haus symbolisiert das Kapital der anderen. Stehen Wohltäter oder gut gestellte Herrscher von 2 oder 11 in diesem Haus, dann können Gewinne aus Erbschaften oder aus Darlehen entstehen. Ansonsten weist dieses Haus auf Krisen und auf Verluste, im Extremfall auf Katastrophen hin, die den Lebensweg des Geborenen erheblich verändern und seinen Erfolg einschränken können.
  • Das zwölfte Haus steht vor allem für Verluste oder Ausgaben. Solche Ausgaben können auch freiwillig sein, z.B. in Form von Spenden. Sehr günstige Positionen des zwölften Hauses und seines Herrschers können daher Vermögen anzeigen, das gerne für wohltätige Zwecke gespendet wird, oder auch erfolgreiche Langzeitinvestitionen.

Es folgt eine detaillierte Darstellung der verschiedenen Yogas, die in der indischen Astrologie im Zusammenhang mit Gelderwerb und Vermögen genannt werden.

 

Dhana Yogas

Dhana Yogas sind Konstellationen für Reichtum. Das Wort Dhana bedeutet auf Sanskrit „Preis“ oder auch „Geld“. Ihnen wurde in der Astrologie schon immer viel Aufmerksamkeit geschenkt, da ein materiell abgesichertes Leben eine wichtige Bedingung zur Verwirklichung anderer, auch beruflicher, sozialer und sogar spiritueller Aufgaben ist, die der Geborene in diesem Leben zu erfüllen hat.

Allgemeine Definition von Dhana Yogas

- Dhana Yogas entstehen bei einer Kombination der Herrscher der Häuser 1, 2 und 11 mit den Herrschern der Trigonalhäuser 1, 5 und 9

Als Kombination gelten:

  1. Konjunktion
  2. Gegenseitige Rezeption
  3. gegenseitiger Aspekt
  4. einseitiger Aspekt durch den Dispositor des aspektierten Planeten.

- Dhana Yogas entstehen auch durch die Position der Herrscher von 1, 2 und/oder 11 in den Häusern 1, 5 oder 9, oder durch die Position der Herrscher von 1, 5 und/oder 9 in den Häusern 2 oder 11

Zusätzliche allgemeine Indikatoren für Vermögen sind:

  • Die Position des Herrschers von Haus 2 in Kendra oder Trikona und/oder aspektiert durch Wohltäter ist Zeichen für finanzielle Sicherheit und Stabilität.
  • Die Position des Herrschers von 11 in Kendra oder Trikona und/oder aspektiert durch Wohltäter ist ein Zeichen für gute Gewinne.
  • Die Position der Wohltäter in Haus 2 und 11 zeigt finanzielle Stabilität an.
  • Die Postion des Herrschers von 1 in Kendra oder Trikona, aspektiert durch Wohltäter verspricht ein konfortables Leben.

Für sich alleine versprechen all diese Kombinationen noch kein Reichtum, sondern lediglich ein einigermaßen sorgenfreies Leben in finanzieller Hinsicht.

Die folgende Auflistung der relevanten Yogas habe ich aus verschiedenen klassischen Werken zusammengetragen. Ich habe sie nach bestimmten Kriterien gruppiert und am Ende jedes Abschnitts versucht, die Quintessenz dieser Konstellationen zu beschreiben (fett geschrieben). Die meisten dieser Yogas lassen sich als Varianten der eben genannten allgemeinen Definition von Dhana Yogas verstehen. An manchen Stellen habe ich eine spezielle Bedeutung der angezeigten Kombination hinzugefügt. Sofern die Yogas in der Literatur mit einem Namen Versehen sind, habe ich diesen hinter jedem Yoga in Klammern geschrieben.

Bei dieser Darstellung habe ich „Herrscher von“ oft durch ein „H“ abgekürzt. Zum Beispiel bedeutet H11 = Herrscher von Haus 11.

 

Dhana Yogas durch Position von H2 und H11

  • Die Herrscher von Haus 1 und Haus 2 stehen in gegenseitiger Rezeption (Ayatnadhanalabha Yoga).
  • Herrscher von 9 steht in Haus 2 und Herrscher von 2 in Haus 9.
  • H1 steht in Haus 2, H2 in Haus 11 und H11 in Haus 1 (Bahudravyarjana Yoga).
  • H2 steht in 11 und H11 in 2, oder H2 und H11 stehen zusammen in einem Kendra oder Trikona.
  • H1 und H2 stehen in Kendras und jeweils in gutem Navamsa, in gegenseitigem Aspekt, und zusätzlich aspektiert durch den Herrscher von 9.
  • H2 und H10 stehen zusammen in einem Kendra, aspektiert von Navamsa-Dispositor des Lagna-Herrschers (Balya Dhana Yoga).
  • Herrscher von 2 steht in einem Kendra, und Herrscher von 11 in einem Trikona vom Herrscher von 2.
  • H2 steht in einem Kendra oder Trikona von H1, oder als Wöhltäter in größter Erhöhung, oder in Konjunktion mit einem Planeten in Erhöhung -> verdient Geld durch eigene Anstrengung (Swaveeryad Dhana Yoga).
  • H2 besitzt temporäre Stärke (Kala Bala) und steht zusammen mit H1 und H11 in einem Kendra oder Trikona, aspektiert durch Wöhltäter -> Vermögen durch eigene Arbeit in der Lebensmitte (Madhya Vayasi Dhana Yoga).
  • H2 steht zusammen mit Wöhltätern und gleichzeitig stark in Dashavarga.
  • H1 steht zusammen mit einem Wöhltäter und mit dem H2, und der Dispositor dieses Zeichens steht in Haus 1 und ist stark -> reich am Lebensabend (Anthya Vayasi Dhana Yoga).

Wenn die nicht geschwächten Herrscher von Haus 2 und Haus 11 miteinander oder mit dem Lagna-Herrscher verbunden sind, in Kendras oder Trikonas stehen, und zusätzlich durch Wohltäter gestützt werden, bilden sich starke Dhana Yogas.

Dhana Yogas durch (zusätzliche) Positionierung natürlicher Karakas

  • Jupiter steht in Haus 2 und/oder in Konjunktion mit Mars.
    Die zweite Alternative bildet ein Guru-Mangala-Yoga -> Stadtoberhaupt, liberal,
    extravagant, Einkommen durch unterschiedliche Quellen.
  • H2 steht in einem Kendra und Jupiter steht zusammen mit Venus.
  • H1 ist der stärkste Planet des Geburtsbildes und steht mit Jupiter in einem Kendra, und H2 steht in 10 Vargas im Domizil oder in Erhöhung -> reich durch eigene Anstrengung (Swaveeryad Dhana Yoga).
  • Jupiter steht in Haus 9 und H9 in einem Kendra, bei starkem H1.
  • Merkur befindet sich in Erhöhung und der Herrscher von 9 in Haus 9 -> viele Reichtümer nach dem 36ten Lebensjahr.
  • H1 steht in 9 und H9 in 1, während sich Jupiter in Haus 7 befindet.
  • H11 steht in 2, H2 in Kendra und Jupiter in 11 -> immense Reichtümer.
  • Jupiter befindet sich in Haus 11, Mond in Haus 2 und Venus in Haus 9.
    Diese Position von Jupiter und Mond bildet automatisch ein Gaja Kesari Yoga.
  • Mehrere Planeten stehen in Haus 2 und der Herscher von 2 und Jupiter stehen in Domizil oder Erhöhung (Amarananantha Dhana Yoga).
  • Der zunehmende Mond aspektiert durch Jupiter bei einer Taggeburt gibt Reichtum; der abnehmende Mond aspektiert durch Venus bei einer Nachtgeburt macht glücklich.
    Dieses Dhana Yoga hat viel Ähnlichkeit mit dem Chamara Yoga, das u.a. ebenfalls Reichtum verspricht: Bei Taggeburt und zunehmendem Mond steht Jupiter in Haus 2 oder in einem Kendra, während der Herrscher von 1 erhöht ist.

Die starke Position der Herrscher von Haus 2, Haus 9 und Haus 1, in Verbindung mit einem gut gestellten Jupiter, erzeugt kraftvolle Dhana Yogas. Der zunehmende Mond ist bei Taggeburten ein begünstigender Faktor.

Dhana Yogas auf der Achse 5/11

  • Sonne in Löwe in Haus 5 und Saturn, Mond und Jupiter in Haus 11.
    Die Konjunktion von Mond und Jupiter bildet ein Gaja Kesari Yoga.
  • Mond in Krebs in Haus 5, Saturn in Haus 11.
  • Mars im Domizil in Haus 5 und Venus in Haus 11.
  • Merkur in Domizil in Haus 5 und Mond, Mars und Jupiter (oder Mond und Mars) in 11.
    Mars und Jupiter bilden ein Guru MangalaYoga;
    Mond und Mars bilden ein Chandra-Mangala-Yoga;
    Mond und Jupiter bilden ein Gaja Kesari Yoga.
  • Jupiter in seinem Domizil in Haus 5 und Merkur in Haus 11.
  • Venus in Haus 5 im eigenen Domizil und Mars in Haus 11.
  • Saturn in Haus 5 in seinem Domizil, und Sonne in Löwe oder Mond in Krebs in Haus 11.

Die Stellung der Herrscher der Häuser 5 und 11 in eben diesen Häusern, und somit im gegenseitigen vollen Aspekt, erzeugen ein starkes Dhana Yoga, vor allem wenn sich zusätzliche Yogas für Reichtum im elften Haus bilden.

Dhana Yogas durch Position des Lagna-Herrschers in Haus 1

  • Sonne in Löwe in Haus 1, zusammen mit Jupiter und Mars oder durch diese aspektiert.
  • Mond in Krebs in Haus 1, zusammen mit Mars und Jupiter oder durch sie aspektiert.
  • Mars in seinem Domizil in Haus 1, in Konjunktion mit Mond und Jupiter oder durch sie aspektiert (Parashara gibt Merkur, Venus und Saturn an).
  • Merkur in seinem Domizil in Haus 1, zusammen mit Saturn und Jupiter oder durch diese aspektiert (nach einigen Autoren sollen Saturn und Venus den Merkur beeinflussen).
  • Jupiter in seinem Domizil in Haus 1, zusammen mit Mars und Merkur oder durch diese aspektiert.
  • Venus in ihrem Domizil in Haus, in Konjunktion mit Saturn und Merkur oder durch sie aspektiert.
  • Saturn in eigenem Domizil in Haus 1, zusammen mit Venus und Merkur oder durch sie aspektiert (Parashara gibt Mars und Jupiter an).
  • Ein Planet steht im ersten Haus in seiner Erhöhung, und wird aspektiert durch freundliche Planeten.

Es bildet sich ein starkes Dhana Yoga wenn sich im ersten Haus ein Maha Purusha Yoga ereignet und gleichzeitig Raja Yoga Karakas (und/oder die Herrscher von Haus 2 und 11) bzw. Freunde des Planeten in Haus 1 dort aspektieren.

Dhana Yogas, die Einkünfte durch Bezugspersonen anzeigen

  • Herrscher von 1 und Herrscher von 2 stehen zusammen mit dem Herrscher von 3, und werden aspektiert durch Wohltäter -> Geld durch Geschwister und Verwandte (Bhratrumoola Dhana Yoga).
  • Herrscher von 2 steht zusammen mit Herrscher von 4 oder wird von ihm aspektiert -> Geld durch die eigene Mutter (Matrumoola Dhana Yoga).
  • Starker Herrscher von 2 in Konjunktion mit dem Herrscher von 5 oder mit Jupiter, und der Herrscher von 1 in Vaiseshikamsa (stark in 10 Vargas) -> Geld durch die eignen Kinder (Putramoola DhanaYoga).
  • Starker Herrscher von Haus 2 steht zusammen mit dem Herrscher von 6 oder mit Mars, und der Herrscher von 1 in Vaiseshikamsa -> Gewinne durch Feinde (Satrumoola Dhana Yoga).
  • Starker Herrscher von 2 steht zusammen mit dem Herrscher von Haus 7 und Venus, oder wird von ihnen aspektiert, während der Herrscher von 1 dominant steht -> Verdient durch Ehepartner (Kalatramoola Dhana Yoga)
    Ein gut situierter Herrscher von Haus 2, der vom Signifikator einer wichtigen Bezugsperson durch Konjunktion oder Aspekt beeinflusst wird, zeigt Gewinne bzw. finanzielle Unterstützung durch diese Person an.

Für sich allein sind diese Yogas allerdings keine Anzeiger für Reichtum im eigentlichen Sinne.

Die Lakshmi Yogas

Lakshmi ist die Göttin der Schönheit, des Glücks und des Reichtums, und steht in enger Beziehung zum Planeten Venus. Folgende Kombinationen ergeben ein Lakshmi Yoga:

  • Der Herrscher von 9 steht in einem Kendra, und gleichzeitig in Erhöhung oder in Mulatrikona, möglichst aspektiert durch Wohltäter, und der Herrscher von 1 steht gleichzeitig stark.
  • Der Herrscher von Haus 9 steht in einem Kendra, in einem Trikona oder in Erhöhung, während der Herrscher von Haus 1 stark steht.
  • Der Herrscher von 9 und Venus stehen beide in Domizil oder Erhöhung und gleichzeitig in einem Kendra oder Trikona.
  • Venus steht zusammen mit einem weiteren Wohltäter in Haus 9 und in Vargottama-Position, und ein erhöhter Planet steht im dritten Haus.

Die Position der Herrscher von Haus 1 und Haus 9 sowie von Venus, in eigener Würde und in Kendras oder Trikonas erzeugt ein starkes Yoga für Reichtum.

Außerdem verspricht das Lakshmi Yoga Integrität, Bildung, Führungskraft, Charisma und ein Leben in Komfort.

Weitere wichtige Yogas für Reichtum

Es gibt noch eine Rihe von Yogas, die unter anderen Bedeutungen auch materielles Vermögen versprechen. Manche von ihnen wurden schon im Zusammenhang mit anderen Dhana Yogas erwähnt. Viele dieser Kombinationen sind sehr speziell und nur in seltenen Fällen anzutreffen.

Gaja Kesari Yoga: Jupiter steht in einem Kendra vom Mond.

Mahabhagya Yoga: Im Horoskop eines Mannes stehen Aszendent, Sonne und Mond in ungeraden Zeichen, und die Sonne über dem Horizont;

bei einer Frau stehen Aszendent, Sonne und Mond in geraden Zeichen, und die Sonne unterhalb des Horizonts.

Chandra Mangala Yoga: Mond und Mars stehen in Konjunktion oder in gegenseitigem Aspekt, der Mond ist dabei hell und steht nicht in einem Dusthana, und der Lagna-Herrscher steht nicht in Haus 12.

Sankha Yoga: H1 steht stark und H5 und H6 stehen in gegenseitigen Kendras; oder H9 steht stark und H1 und H10 stehen in beweglichen Zeichen.

Bheri Yoga: H9 steht stark und sämtliche Planeten befinden sich in den Häusern 1, 2, 7 und 12; oder: H9 steht stark und Venus, Jupiter und H1 befinden sich in Kendras.

Sharada Yoga: H10 steht in 5, Merkur in einem Kendra, und die Sonne in Löwe; oder Jupiter und Merkur stehen in einem Trikona zu Mond, und Mars steht gleichzeitig in Haus 11.

Kalaanidhi Yoga: Jupiter steht in Haus 2 oder Haus 5 entweder zusammen mit Venus und Merkur, oder wird von beiden aspektiert.

Vasumathi Yoga: Natürliche Wohltäter in den Upachaya-Häusern 3, 6, 10 und 11 vom Mond oder vom Aszendenten.
Dieses Yoga erleichtert den Gewinn und das finanzielle Wachstum, es ist nicht für sich allein ein Anzeiger von Reicht

Kalpadruma Yoga: Der Herrscher von 1, der Dispositor von H1, dessen Dispositor und der Herrscher des Navamsa des letzteren, sehen alle in Kendras oder Trikonas oder im eigenen Domizil oder in Erhöhung.
Das Kalpadruma Yoga weist eher auf Talente, Tugendhaftigkeit und innerer Stärke als auf äußeren Reichtum.

Punya Saham – der Glückspunkt

Die Arbeit mit den sogenannten Lospunkten ist eine Spezialität der alten hellenistischen Astrologie, und gelangte über die Perser mit der sogenannten Tayika-Astrologie auch nach Indien. Allerdings wird dort eine Berechnungsformel propagiert, die in manchen Fällen von der ursprünglich von den Griechen gezeigten Formel abweicht. Ich ziehe es vor, die Lospunkte so zu berechnen, wie es die hellenistische und arabische Astrologie ursprünglich lehrt. Im Falle des Glückspunktes oder Punya Saham lautet die Berechnung folgendermaßen:

Bei einer Taggeburt berechne man den Bogen von der Sonne zum Mond, und addiere ihn zum Aszendenten.

Bei einer Nachtgeburt berechne man den Bogen von dem Mond zur Sonne, und addiere ihn zum Aszendenten.

Das Punya Saham ist ein wichtiger Faktor, um günstige oder schwierige Tendenzen hinsichtlich materiellen Glücks zu beurteilen. Hier sind die wichtigsten Bedingungen, unter denen der Glückspunkt als günstig zu beurteilen ist:

  1. Der Herrscher des Glückspunktes steht in einem Kendra, Trikona oder im elften Haus vom Glückspunkt aus.
  2. Der Herrscher des Glückspunktes steht in einem entsprechenden Haus vom Aszendenten aus.
  3. Der Herrscher des Glückspunktes steht in seinem Domizil, seiner Erhöhung, im Zeichen eines Freundes, oder in seiner eigenen Grenze (Hudda).
  4. Der Herrscher des Glückspunktes und der Glückspunkt selbst werden von Wohltätern aspektiert oder sind zumindest unverletzt.
  5. Das elfte Haus vom Glückspunkt, das speziell für Gewinn steht, und sein Herrscher sind günstig gestellt.

Der Glückspunkt wurde in der hellenistischen Astrologie als ein Aszendent genommen, um wichtige Schicksalstendenzen, besonders hinsichtlich Wohlstand und materiellem Erfolg, einzuschätzen. Meines Erachtens wirken Dhana Yogas auch vom Glückspunkt aus, wenn auch sekundär zum Aszendenten. Dasselbe gilt entsprechend für die im Folgenden dargestellten Daridra Yogas.

 

Daridra Yogas

Daridra Yogas sind das Gegenteil von Dhana Yogas: Es sind Kombinationen, die finanzielle Schwierigkeiten irgendwelcher Art anzeigen.

Allgemein deuten die folgenden Faktoren auf finanzielle Instabilität, auf Schwierigkeiten beim Geld-Verdienen, und/oder auf Verlust von Vermögen:

  • Die Position der Herrscher von Haus 2 und von Haus 11 in Dusthanas und/oder aspektiert durch Übeltäter ist ein Zeichen für finanzielle Instabilität und Verluste.
  • Die Position der Übeltäter in Haus 2 zeigt finanzielle Schwierigkeiten an. Für Haus 11 gilt das nur im Falle von geschwächten Übeltätern, da Übeltäter in einem Upachaya-Haus generell positive Wirkung haben.
  • Die Position des Herrschers von 1 in einem schwierigen Haus, ohne Stärke und aspektiert durch Übeltäter weist auf ein Leben mit Hindernissen, Anstrengungen und Unannehmlichkeiten, auch auf materieller Ebene.

Klassische Daridra-Yogas in Verbindung mit Dusthanas

  • Der Herrscher von Haus 11 steht in Haus 6, 8 oder 12, und der Herrscher von Haus 1 ist nicht stark.
    Dies ist das klassische Daridra Yoga. Um wirklich aktiv zu sein darf kein Wohltäter den Herrscher von 11 aspektieren, bzw. er sollte von Übeltätern aspektiert werden.
  • Der Herrscher von Haus 1 steht zusammen mit Übeltätern in Haus 6, 8 oder 12, und der Herrscher von Haus 2 steht in Zeichen eines Feindes oder im Fall.
  • Der Herrscher von 1 steht in Konjunktion mit den Herrschern von mit 6, 8 oder 12 oder mit Saturn, ohne Aspekt von Wohltätern.
  • Der Herrscher von 5 steht zusammen mit den Herrschern von 6, 8 oder 12, ohne Aspekte von Wohltätern.
  • Der Herrscher von 5 steht in Haus 6 oder 10, aspektiert von dem Herrscher von 2, 6, 7, 8 oder 12.
  • Der Herrscher von 9 steht in Haus 12, der Herrscher von 12 steht geschwächt in Haus 2, und Übeltäter stehen in Haus 3.
    Diese Kombination erzeugt Gier, macht zu schlechten Taten geneigt, und verneint Reichtum. Obwohl sie die typische Struktur eines Daridra Yogas hat, wird sie bei manchen Klassikern Kemadruma Yoga genannt.
  • Mehrere Übeltäter stehen in Haus 2.
  • Herrscher von 1 steht in Haus 12 und mindestens ein Übeltäter steht in Haus10 in applikativem Aspekt (Sarafa Yoga) vom Mond.
    Das ist eines der seltenen Yogas aus der vedischen Literatur, in denen Regeln aus der Tayika-Astrologie zur Anwendung kommen, in diesem Fall ein applikativer Aspekt. Es stammt aus dem Werk Sambhu Hora Prakasa.
  • Ein Planet in Konjunktion mit den Herrschern von Haus 6, 8 oder 12, und ohne Aspekt vom Herrscher von Haus 9 oder 5 wird in seinem Dasa den Finanzen schaden.

Die Position der Herrscher von Haus 1, 2, 5, 9 und/oder 11 in den Dusthana-Häusern 6, 8 oder 12, oder zusammen mit den Dusthana-Herrschern, verletzt durch Übeltäter (insbesondere Saturn) und ohne Aspekt von Wohltätern ergibt ein starkes Daridra Yoga.

Daridra Yogas mit Marakas

  • Der Herrscher von Haus 1 steht in Haus 12 und Herrscher von Haus 12 in Haus 1 in Konjunktion oder Aspekt mit Marakas (das sind in erster Linie die Herrscher von 2 oder 7, in zweiter Linie Übeltäter in Haus 2, 7 oder 12).
  • Der Herrscher von 1 steht in Haus 6 und der Herrscher von 6 steht in Haus 1, und diese Planeten oder der Mond stehen in Konjunktion oder Aspekt mit Marakas.
  • Mond steht mit Ketu in Haus 1 und/oder der Herrscher von 1 steht in Haus 8 in Konjunktion oder Aspekt mit Marakas.
  • Der Herrscher von Haus 5 steht in Haus 6 und der Herrscher von 9 in Haus 12, aspektiert von Marakas.
  • Der Herrscher von Haus 1 und sein Navamsa-Dispositor stehen beide in Haus 6, 8 oder 12 und in Konjunktion mit einem Maraka.
  • Übeltäter außer den Herrschern von 9 und 10 stehen in Haus 1 und in Konjunktion oder Aspekt von Maraka-Planeten.
  • Der Herrscher des Navamsas vom Mond steht in einem Maraka-Haus (2 oder 7) oder in Konjunktion mit einem Maraka-Planeten.

Die Position der Herrscher der Trikona-Häuser 1, 5 oder 9 in Dusthana-Häusern und aspektiert von einem Maraka-Planeten, sowie die Verletzung des ersten Hauses oder des Mondes unter Einfluss von Maraka-Planeten, führen zur Bildung von Daridra Yogas.

Diese Kombinationen tendieren dazu, Reíchtum zu negieren.

Daridra Yogas durch Verteilung der Übeltäter und Wohltäter

  • Die Übeltäter stehen in Kendras und Trikonas, und die Wohltäter stehen in den Dusthana-Häusern.
  • Jupiter als Herrscher von Haus 1 oder Haus 8 steht stärker als der Herrscher von Haus 9, und der Herrscher von 11 steht schwach, verbrannt und nicht in einem Kendra-Haus.
  • Saturn steht in Haus 9 aspektiert von Übeltätern, und Merkur steht mit Sonne in Haus 1, und steht im Navamsa im Fall.
  • Alle fünf Planeten (außer Sonne, Mond , Rahu und Ketu) stehen in den Häusern 8, 6, 12, 5 und 10, und der Herrscher von Haus 12 steht zwar im Fall oder verbrannt, aber trotzdem stärker als der Herrscher von Haus 1.
  • Ein Planet im ersten Haus im Fall oder im Zeichen eines Feindes, und ohne Aspekte von freundlichen Planeten oder von Wohltätern.
    Dieses Daridra Yoga ist quasi die Umkehrung der Dhana Yogas mit Planeten im ersten
    Haus in Domizil etc.

Bei Schwächung bzw. Verletzung der natürlichen und temporären Wohltäter sowie der Trikona-Häuser (insbesondere Haus 9 und 1), und gleichzeitiger Dominanz der natürlichen Übeltäter und der Dusthana-Herrscher ergeben sich schwierige Daridra-Yogas.

 

Kemadruma und Shakata Yogas

Das Kemadruma Yoga

Es gibt verschiedene Kombinationen, die ein Kemadruma Yoga bilden:

  • Der Mond steht in Konjunktion mit der Sonne und in einem feindlichen Navamsa, und wird durch einen Planeten im Fall aspektiert.
  • Der abnehmende Mond steht bei einer Nachtgeburt in Haus 8, und in Konjunktion oder Aspekt von Übeltätern.
  • Der abnehmende Mond steht bei einer Nachtgeburt im Fall.
  • Der Mond steht auf der Rahu-Ketu-Achse und wird von einem Übeltäter aspektiert.
  • Das vierte Haus vom Lagna oder vom Mond wird von einem Übeltäter besetzt.
  • Der Mond steht allein in einem Zeichen und ohne Planeten (außer Sonne, Rahu und Ketu) in den beiden flankierenden Zeichen.
    Dies ist das klassische Kemadruma Yoga.

Die negativen Effekte eines Kemadruma Yogas werden vor allem dann spürbar, wenn der Mond nicht voll ist, er nicht in einem Kendra steht, keine günstigen Planeten in Kendras vom Aszendenten oder vom Mond stehen, und keine Wohltäter den Mond voll aspektieren.

Finanzielle Schwierigkeiten sind nur ein Effekt unter anderen des Kemadruma Yogas. Vor allem zeigen diese Verbindungen einen Mangel an nährenden Kontakten, häufig das Fehlen einer Familie, und eine Tendenz zur Vernachlässigung emotionaler und sozialer Bedürfnisse. In extremen Fällen kann es dadurch zu schwereren psychischen oder Persönlichkeitsstörungen kommen. Ein starkes Kemadruma Yoga oder eine Häufung solcher Kombinationen kann einen schwerwiegenden negativen Einfluss auf das gesamte Horoskop haben, da der überaus wichtige Mond hierbei verletzt oder schlecht steht. Man achte jedoch auf mögliche Kompensationen und Aufhebungen dieses Yogas, bevor man ein voreiliges Urteil fällt.

Das Shakata Yoga

Das Shakata Yoga ist quasi das Gegenteil vom Gaja Kesari Yoga:

Jupiter steht im sechsten oder achten Haus vom Mond aus, und dabei nicht in einem Eckhaus und nicht im eigenen Domizil oder in Erhöhung.

Dieses Yoga verheißt häufige Auf und Abs und eine instabile finanzielle Situation.

 

Wichtige Regeln bei der Beurteilung von Dhana Yogas

  • Dhana Yogas können sich nicht gut entfalten, wenn der Herrscher des Aszendenten und/oder der Mond schwach, verletzt und in schwierigen Häusern stehen.
  • Dhana-Yogas können erst dann ihre volle Wirkung entfalten, wenn die beteiligten Planeten unverletzt sind, und im Rasi oder Navamsa im Domizil oder Erhöhung, oder in Vargottama stehen.
  • Dhana- und Daridra-Yogas werden erst im Dasa und/oder Bhukti der beteiligten Planeten ihre volle Wirkung entfalten.
  • Aspekte durch Wohltäter im Fall oder im Exil sind oft schwierig, während Aspekte von Übeltätern in Erhöhung oder Mulatrikona hilfreich sein können.
  • Bei der Betrachtung der natürlichen und temporären Karakas für Wohlstand ist vor allem auf ihre Position im Fall, auf ihre Verbrennung und auf ihre Verletzung durch Übeltäter zu achten. Die Position dieser Planeten in den Dusthana-Häusern ist nicht so schlimm, wenn sie ansonsten stark und unverletzt sind.
  • Eine Verletzung der Herrscher von Dhana Karakas wiegt schwerer als ihre Position in Kendra- oder Trikona-Häuser, vor allem wenn der verletzende Planet Saturn oder Ketu ist.
  • Die natürlichen Wohltäter helfen wenig, wenn sie Herrscher der Dusthana-Häuser sind (vor allem Haus 6 und 8), oder wenn sie Herrscher der Kendras (außer Haus 1) und dabei keine Raja Yoga Karakas sind.
  • Auch wenn Saturn ein Raja Yoga Karaka ist (bei Aszendent Waage oder Stier) ist sein Aspekt von einem schwierigen Haus oder von einer schwachen Zeichenposition aus negativ zu bewerten.
  • Planeten im letzten und ersten Grad eines Zeichens sind in der Regel nicht stark genug, um das Dhana-Yoga zu verwirklichen.
  • Die wichtigsten Dhana- und Daridra-Yogas sollten auch vom Mond aus betrachtet werden.
  • Die Position des Punya Sahams oder Glückspunktes, seines Herrschers und des elften Hauses vom Punya Saham sind immer als wichtige Indikatoren für Erfolg, Wohlstand und materielles Glück im Leben zu berücksichtigen.

 

Beispiel

Rockefeller 000Das Horoskop von Nelson Rockefeller zeigt wie erwartet sehr auffällige Dhana Yogas: Zunächst finden wir den Aszendentherrscher Merkur dominant im zehnten Haus und in seinem Domizil (ein Bhadra Yoga bildend). Er steht in enger Konjunktion mit Venus, Herrscher von 9 und von 2. Damit bildet sich schon ein starkes, zweifaches Dhana Yoga (Kombination H1 mit H2 und H1 mit H9).

Diese Verbindung von Venus und Merkur bildet beinahe ein Lakshmi Yoga, eines der stärksten Kombinationen für Reichtum, denn Venus – die ja Herrscher von 9 ist - steht zwar nicht im eigenen Zeichen, aber im Zeichen eines Freundes und gleichzeitig in einem Eckhaus, und Merkur steht als Herrscher von Haus 1 stark. Die Stellung dieser Planeten bei Rahu lässt das eigene Streben nach Ruhm und Erfolg noch intensiver werden.

Im elften Haus finden wir einen erhöhten Jupiter, der damit profitable Geschäfte verspricht. Da der Herrscher von 1 Merkur sein eigener Dispositor ist und stark steht, und Jupiter sein Dispositor im Navamsa ist und erhöht steht, bildet sich durch diesen Planeten zusätzlich ein Kalpadruma Yoga.

Jupiters Dispositor Mond steht wiederum im zweiten Haus, und bildet damit ein weiteres Dhana Yoga (Herrscher von 11 in 2). Gleichzeitig ergibt sich ein Kemadruma Yoga, da der Mond isoliert steht. Ein Kemadruma Yoga zeigt die Gefahr einer gewissen Isolierung und Vernachlässigung der eigenen emotionalen und materiellen „Ernährung“. In diesem Horoskop wird es aber effektiv aufgehoben durch den Dispositor des Mondes, Venus, die zusammen mit dem starken Merkur in einem Eckhaus steht, sowie durch das ebenfalls sehr starke Gaya Kesari Yoga, das der Mond mit Jupiter bildet. Da dieses Yoga sich in den Haupthäusern für Finanzen ereignet, trägt es wesentlich zu den Erfolgen bei, die Rockefeller erlangt hat.

RockefellerrundDas ganze wird abgerundet durch die Tatsache, dass die in diesem Horoskop so bedeutsame Konjunktion von Merkur und Venus im neunten Haus vom Mond steht. Damit entsteht ein weiteres Dhana Yoga (Herrscher von 1 in 9 mit dem Herrscher von 9, vom Mond aus betrachtet), zusätzlich unterstützt durch die Sonne, Herrscher von Haus 11 (vom Mond aus).

Mars im elften Haus und im Fall könnte für Schwierigkeiten sorgen, zumal er Herrscher des achten Hauses ist. Aber angesichts der so starken Dhana Yogas, die dieses Horoskop enthält, und der starken Rezeption, die Mars durch Jupiter erhält (in Krebs erhöht), wird diese schwierigere Stellung mühelos kompensiert.

Schließlich werfen wir einen Blick auf den Gückspunkt. Er steht auf etwa 20° Steinbock, und damit stark aspektiert vom erhöhten Jupiter. Aber nicht nur das, sein Herrscher Saturn steht in einem Eckhaus – und damit günstig mit dem Aszendenten konfiguriert – und ebenfalls in einem vollen Aspekt von Jupiter. Das elfte Haus vom Glückspunkt wird zusätzlich von Jupiter voll aspektiert, während der Herrscher zwar im Fall, aber mit Jupiter assoziiert steht.

Dieses Horoskop bildet insgesamt ein Paradebeispiel für eine Häufung günstiger Kombinationen, die große Reichtümer versprechen.

Ein sehr interessantes Beispiel für das Wirken von Dhana Yogas und anderen, Reichtum versprechenden Konstellationen ist das von Joanne K. Rowling. Ich verweise hierfür auf meinen diesbezüglichen >> Artikel.

 

Rafael Gil Brand

 

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