Am 14. März 2018 um 12:02 hat Angela Merkelin Berlin den Amtseid abgelegt zu ihrer vierten Amtsperiode als Bundeskanzlerin. Die Stellung der Gestirne zu dieser Stunde sind aussagekräftig, um den Charakter und die Herausforderungen der nun amtierenden Regierung zu beurteilen.

Der Aszendent liegt im Zeichen Zwillinge. Das ist ein veränderliches und "doppeltes" Zeichen, was zum einen die Koalition zweier großer Parteien widerspiegelt, als auch die Tatsache, dass es zu einer Wiederholung der vorangegangenen Regierungskonstellation gekommen ist.

Amtseid Merkel 2018

Der Herrscher des ersten Hauses Merkur steht in Fische im zehnten Haus (Macht und politisches Handeln). Er steht dort im Fall und damit anfänglich geschwächt, bekommt allerdings Unterstützung von Venus, die dort erhöht steht. Diese Stellung weist auf eine Stärkung seitens der kulturschaffenden Kräfte im Land, und auf eine Absicht, Wohlstand, Bildung und friedliche Koexistenz zu fördern. Sie mag auch auf eine besondere Bedeutung und Macht hinweisen, die den weiblichen Akteuren in der Regierung zuteil wird.

Gleichwohl stehen die Planeten im zehnten Haus sowie das erste Haus selbst unter starker Bedrängnis von Mars und Saturn. Vor allem Mars, Herrscher des sechsten Hauses, zeigt in Haus 7 (Partnerschaft) eine große Gefahr von Zwist. Das mag sich auf die Koalition selbst als auch auf die Beziehungen zu Partnern im Ausland beziehen. Mars aspektiert voll das zehnte Haus und dort insbesondere die Sonne, womit Konflikte zwischen den Parteien oder auf diplomatischer Ebene zu einer ernsten Gefahr für die Beständigkeit der Regierung werden und ihr Handeln diktieren könnten. Jupiter, der Herrscher des zehnten und siebten Hauses, steht selbst in Haus sechs, womit Partnerschaften leicht zu einer Belastung werden oder gar in Feindseligkeit umschlagen kann.

Saturn im siebten Haus deutet auf Vorsicht und Abgrenzung gegenüber Partnern. Im positiven Sinne besteht ein großes Verantwortunggbewusstsein, die Koalition zu halten. Gleichzeitig birgt dies die Gefahr einer Verdrängung der durch Mars angezeigten Konflikte, was die angestauten Ressentiments und Aggressionen umso heftiger und zerstörerischer werden lässt. Saturn steht auch in einem genauen Quadrat zu Venus, die kreativen und belebenden Impulse in der Regierung werden also ausgebremst und erstickt.

Damit ergibt sich für diese Regierung eine besondere Herausforderung, Konflikte innerhalb der Koalition und in der Beziehung zu anderen Ländern nicht unter den Teppich zu kehren, sie aber auch möglichst konstruktiv auszutragen, sodass sie Impulse zu mehr Wachstum geben können. Die Gefahr von feindseliger Eskalation und Frustration ist sehr groß. Das bezieht sich auch auf die Beziehungen innerhalb der EU, zumal Mars auch Herrscher des elften Hauses ist (Freunde, Alliierte).

Der Mond steht für die geistige Verfassung, mundanastrologisch für die Stimmung im Land und in der Bevölkerung. Im achten Haus deutet er darauf hin, dass diese Stimmung geprägt ist von existentiellen Ängsten, von Sehnsüchten nach tiefgreifender Veränderung wie von einer Furcht vor Krise und Ohnmacht. Die Konjunktion mit Ketu verstärkt mehr oder weniger diffuse Wünsche nach Befreiung oder Erlösung, oder die Angst vor Sicherheitsverlust (Mond ist Herrscher von Haus 2). Solche Stimmungen gilt es aufzugreifen und Ernst zu nehmen. Sie könnten ursächlich sein für Radikalisierungen und die vorher genannten Aggressionen und Frustrationen nähren, da der Mond in einem Zeichen des Saturn steht und in einem Nakshatra des Mars.

Saturn ist auch Herrscher des neunten Hauses. Institutionen des Rechts, aber auch solche religiöser Art könnten in den nächsten Jahren unter stärkerem Beschuss stehen (Mars in Konjunktion mit Saturn). Insofern wäre besonders darauf zu achten, dass die Gesetzgebung und der Umgang mit Recht und Freiheit ausgewogen und fair bleibt, und sich nicht allzu sehr von Provokationen und feindseligen Bestrebungen beeinträchtigen lässt.

Insgesamt bestätigt dieses Horoskop die schwierigen Bedingungen, unter denen diese Regierung zustande kam, und warnt davor, die potentiellen Zerwürfnisse und Feindseligkeiten nicht zu unterschätzen, welche ihre Stabilität und ihr Überleben ernsthaft gefährden können.

Venus ist zwar verletzt, aber dennoch bleibt sie der stärkste Planet. Die kreativen, schöpferischen und weiblichen Kräfte im Land - ich denke in erster Linie an kulturschaffenden Kräfte wie Kunst und Bildung, aber auch an die Entwicklung neuer, umweltfreundlicher und humanitäter Instrumente - sind am ehesten in der Lage, den starken Fliehkräften und Spannungen etwas entgegenzusetzen und sie in konstruktive Bahnen zu lenken.

 

 

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